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Tiefbrunnenpumpe berechnen

Förderleistung der Tiefbrunnenpumpe berechnen

Wenn du dir eine Tiefbrunnenpumpe kaufen willst, musst du dir einmal Gedanken über die Förderleistung machen. Diese Überlegung hat auch Auswirkungen auf die Wahl des Pumpentyps.

Wie kann ich aber berechnen, wieviel Wasser bei mir aus dem Hahn kommt?

Dafür gibt es eine ganz einfache Methode. Du nimmst einen 10 l Eimer, füllst ihn voll und stoppst die Zeit. Dann weißt du, in wie vielen Sekunden 10 l Wasser aus der Leitung kommen.

Jetzt brauchst du nur mehr die Wassermenge durch die Sekunden dividieren (ergibt l/sec) und das Ergebnis mit 3.600 zu multiplizieren (Eine Stunde hat 3.600 Sekunden). Das Ergebnis sind dann die l/h.

Ein Beispiel: Der 10 l Eimer wird in 12 Sekunden gefüllt. Daraus folgt:

10/12*3.600 = 3.000 l/h

Du kannst dir aber die Rechnerei ersparen und in den online Rechner einfach die Literanzahl und die Sekunden eingeben.

Für jede Tiefbrunnenpumpe gibt es ein Diagramm aus dem du ablesen kannst, wie viel Wasser bei einer bestimmten Förderhöhe hochgepumpt wird.

Zuletzt aktualisiert am 16. Oktober 2019 um 6:29. Preise können sich in der Zwischenzeit geändert haben. Alle Angaben ohne Gewähr.
Auf die gleiche Weise läßt sich natürlich auch die tatsächliche Fördermenge einer schon installierten Tiefbrunnenpumpe ermitteln.

Dazu ein kleines Beispiel: Der Regner ZoomMax von Gardena kann eine Fläche von bis zu 216 m² versorgen. Bei einem Druck von 2 bar verbraucht er 550 l/h, bei 4 bar sind es schon 800 l/h.

Daraus ergibt sich, dass für die geplante Anwendung sowohl die Förderleistung als auch der Wasserdruck von entscheidender Bedeutung sind.

Druck der Tiefbrunnenpumpe berechnen

Damit an der Wasserentnahmestelle nicht nur ein Rinnsal herauskommt, muss die Pumpe einen gewissen Mindestdruck aufbauen. Deswegen ist bei jeder Pumpe der maximale Druck in bar angegeben. Dieser Druck liegt an der Austrittsöffnung an. Mit jedem Meter Förderhöhe reduziert er sich um 0,1 bar.

Dazu kommen noch Reibungsverluste und Druckverluste durch z.B. Winkelstücke, Rückschlagventil und Druckschalter.

Der Druck aus dem Netz der Wasserversorger beträgt meistens zwischen 3 und 5 bar.

Zur Berechnung musst du erst einmal wissen, in welcher Tiefe der Wasserspiegel des Brunnenrohrs liegt. Dann brauchst du die Höhe der Wasserentnahmestelle über Erdniveau. Dazu wird der Druckverlust in der Verrohrung dazugezählt.

Am effektivsten läuft die Tiefbrunnenpumpe mit ca. 70-80% des Höchstdrucks. Das heißt für die Berechnung bei einem gewünschten Druck von 4 bar, dem Grundwasserspiegel von 20 m unter der Oberfläche und der Entnahmehöhe von 2 m:

  • Förderhöhe: 22 m, daraus resultiert ein Druckverlust von 2,2 bar
  • Reibungsverluste: ca. 30% von 2,2, Ergebnis ca. 0,7 bar
  • Damit liegt der benötigte Druck schon bei 6,9 bar
  • Dazu kommen noch ca. 20% Reserve, sind ca. 1,4 bar

Ergebnis: Um beim Verbraucher 4 bar zu erzeugen, sollte der Maximaldruck deiner Pumpe bei ca. 8,3 bar liegen.

Um dir die Berechnung zu erleichtern, kannst du den online Rechner verwenden:

Gib einfach Folgendes ein:

  • p = der gewünschte Druck
  • h1 = wie tief der Grundwasserspiegel liegt
  • h2 = in welcher Höhe über dem Boden du das Wasser entnehmen willst.

Anmerkung: Diese Berechnung dient nur als Anhaltspunkt, da jedes System unterschiedlich ist.

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