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Membran Druckkessel

Wann brauche ich einen Membran Druckkessel?

Der Einsatz eines Druckbehälters empfiehlt sich immer dann, wenn du die Tiefbrunnenpumpe nicht manuell ein- und ausschalten willst, und/oder du öfters geringe Wassermengen entnimmst.

Beispiel: beim Gießen der Topfpflanzen auf der Terrasse. Du gießt den ersten Topf mit der Brause. Schaltest aus und gehst zum nächsten Topf. Das gleiche Spiel wiederholt sich dann vielleicht 10x oder öfters.

Im Extremfall schaltet sich die Tiefbrunnenpumpe jedes Mal ein und aus. Diese Beanspruchung hält auf Dauer keine Pumpe aus.

Zuletzt aktualisiert am 13. Dezember 2019 um 8:59. Preise können sich in der Zwischenzeit geändert haben. Alle Angaben ohne Gewähr.
Damit sind wir schon bei den Aufgaben eines Membran-Druckkessels:

  • Reduzierung der Schalthäufigkeit der Pumpe.
  • Behälter zur Zwischenspeicherung
  • Ausgleich von Druckabfall und Druckstößen

Gerade der letzte Punkt ist entscheidend für die Haltbarkeit deiner gesamten Wasserversorgung. Beim Einschalten einer Tiefbrunnenpumpe können Druckspitzen vom Mehrfachen des maximalen Pumpendrucks entstehen. Es leuchtet ein, dass das nicht gerade gesund für Leitungen und Ventile ist.

Wie funktioniert ein Membran Druckkessel?

Eigentlich ganz einfach. Im Wesentlichen besteht das Ausgleichsgefäß aus einem mit Luft oder Stickstoff gefüllten Kessel, in dem sich eine für Trinkwasser geeignete Membran befindet. Dazu gibt es noch ein Ventil zur Überprüfung und Einstellung des Gasdrucks.

Der Luftpolster zwischen der Kesselwand und der Membrane entspricht dem sogenannten Vordruck. Diesen kannst du einfach mit einem Manometer (z. B. Reifendruckprüfer) messen und solltest ihn auch nach deinen Vorgaben einstellen.

Zur Einstellung musst du wissen, welcher Einschaltdruck am Druckschalter eingestellt ist. Dann multiplizierst du diesen Wert mit 0,9 und erhältst den korrekten Vordruck.

Wichtig: Beim Einstellen des Vordrucks darf sich kein Wasser im Kessel befinden! Immer die Gebrauchsanleitung des Herstellers beachten!

Beispiel: Die Tiefbrunnenpumpe schaltet sich bei einem Druck von 2,0 bar ein. Der Vordruck im Druckkessel wird jetzt also richtig auf 2,0 × 0,9 = 1,8 bar eingestellt.

Der am Druckschalter eingestellte Ausschaltdruck muss natürlich auch immer geringer sein als der maximale Arbeitsdruck des Membran Druckkessels. Aus diesem Grund sollte ein Druckschalter gewählt werden, bei dem sowohl der Einschalt- als auch der Ausschaltdruck regelbar ist.

Wird nun Wasser in die Membran gepresst, dehnt sie sich aus und komprimiert dadurch die Luft. Der Druck steigt so lange an, bis der Ausschaltdruck erreicht ist und die Pumpe stoppt. Beim Öffnen eines Wasserhahns wird der Wasservorrat aus der Membrane gedrückt, bis der Vordruck erreicht ist. Erst dann schaltet sich die Pumpe wieder ein.

Den Vordruck solltest du mindestens 3 – 4x im Jahr überprüfen, sonst kann die Membran geschädigt werden.

Dabei muss man zwischen mit Luft oder mit Stickstoff gefüllten Behältern unterscheiden.

Die luftgefüllten Druckkessel kannst du ganz einfach mit einer Handpumpe wieder auf den richtigen Druck einstellen.

Bei den stickstoffgefüllten musst du selbst entscheiden, ob du dir die Wartung in Eigenregie zutraust oder lieber eine Fachfirma beauftragst.

Fazit

Ein Membran Druckkessel wird immer dann zum Einsatz kommen, wenn die Tiefbrunnenpumpe nicht bei jedem Einsatz ein- und wieder abgeschaltet wird.

Er gleicht Druckstöße aus und reduziert die Schalthäufigkeit der Pumpe. Damit sorgt er für eine lange Lebensdauer der Pumpe und des Wasserversorgungssystems.

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